Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, ein solch hohes Alter zu erreichen. Und wenn die Jubilarin dann noch zu Scherzen aufgelegt ist, kann man wahrlich von einem erfüllten Leben sprechen. Geboren am 21. März 1923 in der Nähe von Hamburg, führte Ilse Hasses Lebensweg sie über Stationen in Berlin, Wiesbaden und erneut Hamburg bis nach Mexiko. Dort heiratete sie, gründete ihre Familie und arbeitete viele Jahre an einer Universität. Später zog sie nach St. Ingbert-Reichenbrunn und lebt heute im Fidelishaus. Auch mit 103 Jahren nimmt Ilse Hasse noch am täglichen Leben im Seniorenheim teil. Bereits vor einigen Jahren veröffentlichte sie ihre Erinnerungen an die Zeit in Mexiko. Heute schreibt sie gelegentlich noch – alles, was ihr gerade so durch den Kopf geht. Neben dem Schreiben zeigte sich ihre kreative Ader auch in der Malerei. Zahlreiche farbenfrohe Werke schmücken die Flure des Fidelishauses und ihr Zimmer. Seit einiger Zeit malt sie nicht mehr. Dafür schreibt sie nachts manchmal Geschichten auf, wenn sie nicht schlafen kann.
Bei der Geburtstagsfeier bewies die 103-Jährige einmal mehr ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit. Gemeinsam mit Erika Schwarz, die ihren 90. Geburtstag feierte, sorgten die beiden für eine heitere Atmosphäre. „Sprechen Sie bitte etwas lauter – meine Ohren sind schließlich auch schon 103 Jahre alt“, bat Ilse Hasse schmunzelnd. Zu den Gratulanten zählten unter anderem Ortsvorsteherin Irene Kaiser sowie Ulrike Mauß vom Saarpfalz-Kreis. Sie überbrachten Glückwünsche von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, Landrat Frank John und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger.
Foto: Kerstin Röhrig








