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Digitale Bildung zum Anfassen: Südschule wird beim DigiCamp zur digitalen Zukunftswerkstatt

Die Rundschau St. Ingbert

Wie entsteht aus einer Idee ein Film? Wie programmiert man ein eigenes Spiel? Was steckt hinter Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Robotik oder digitalen Büchern? Beim „DigiCamp“ der Südschule St. Ingbert konnten die Schülerinnen und Schüler genau das ausprobieren – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch.

Vom 26. bis 29. Mai 2026 verwandelte sich die Grundschule in eine vielseitige Zukunftswerkstatt. In zahlreichen Workshops arbeiteten die Kinder kreativ, forschend und handlungsorientiert mit digitalen und technischen Werkzeugen. Sie entwickelten Stop-Motion-Filme und eigene Spielfilme, programmierten Spiele mit Scratch, gestalteten digitale Bücher, bauten und steuerten Roboter, experimentierten mit Stromkreisen, entwarfen Modelle für den 3D-Druck und beschäftigten sich mit den Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz.

Dabei stand nicht die Technik allein im Mittelpunkt. Ziel des DigiCamps war es, digitale Bildung altersgerecht erlebbar zu machen.

„Das DigiCamp 2026 ist ein digitales Lernprojekt, das unseren Kindern Raum bietet, Schlüsselkompetenzen von morgen zu erwerben. Durch den aktiven und kreativen Einsatz digitaler Werkzeuge entwickeln sie Fähigkeiten, die sie ein Leben lang begleiten werden: kritisches Denken, eigenständiges Gestalten und einen selbstbewussten Umgang mit Medien. Damit bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur auf eine digitale Welt vor, sondern befähigen sie auch, diese aktiv mitzugestalten“, erklärt Nadine Klimbingat, Schulleiterin der Südschule.

2026 knüpfte das DigiCamp an eine Idee an, die erstmals 2022 während der Corona-Zeit aus der Zusammenarbeit von engagierten Eltern und der Schule entstanden war. In diesem Jahr wurde das Projekt neu verwirklicht und mit zahlreichen Partnern weiterentwickelt.

„Das DigiCamp zeigt, was möglich ist, wenn Schule, Wirtschaft, Hochschulen, Vereine und engagierte Eltern gemeinsam an einem Strang ziehen. Mehr als 15 externe Partner haben den Kindern in dieser Woche Einblicke in digitale Technologien ermöglicht, die weit über den normalen Unterricht hinausgehen. Besonders beeindruckend war die Begeisterung der Kinder, die mit großer Neugier, Kreativität und Ausdauer an den Projekten gearbeitet haben. Diese Freude am Entdecken und Gestalten macht das DigiCamp für uns jedes Mal zu etwas ganz Besonderem“, sagt Lukas Böing, der das DigiCamp an der Südschule mit einem Team koordinierte.

Am 30. Mai fand zum Abschluss das Schulfest statt. An diesem Tag konnten Eltern und Familien die Projekte der Kinder in den Räumlichkeiten der Schule und der Freiwilligen Ganztagsschule besichtigen.

Auch für die Stadt St. Ingbert ist das DigiCamp ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Bildung vor Ort gelingen kann. Die Südschule zeigt, dass digitale Kompetenzen bereits in der Grundschule sinnvoll gefördert werden können – spielerisch, kreativ und mit einem klaren pädagogischen Ziel. Die Kinder sind nicht nur Nutzerinnen und Nutzer digitaler Technik. Sie können sie verstehen, hinterfragen und selbst gestalten – wenn man ihnen den Raum, die Werkzeuge und die Unterstützung dafür gibt.

Foto: Carsten Simon

Frederik Hartmann

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