Rund 450 Seniorinnen und Senioren sowie Begleitpersonen kamen in der Stadthalle zum diesjährigen Seniorentag in St. Ingbert-Mitte zusammen. Ortsvorsteherin Irene Kaiser begrüßte die Gäste im Namen des Ortsrates herzlich und hob die besondere Bedeutung der älteren Generation für das gesellschaftliche Miteinander in St. Ingbert hervor. Auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer ließ es sich nicht nehmen, die älteren Herrschaften persönlich in der Stadthalle zu begrüßen. Seine kurze Ansprache nutzte er im Besonderen, um über aktuelle Bauprojekte und Investitionen in der Stadt zu informieren.
In St. Ingbert leben derzeit rund 2.000 Menschen, die bereits das 80. Lebensjahr erreicht haben oder es im laufenden Jahr noch erreichen werden. Davon sind 1.718 Personen zwischen 80 und 90 Jahre alt, 260 Personen zwischen 91 und 99 Jahre und 12 Personen zwischen 100 und 105 Jahre. Dass rund 300 Seniorinnen und Senioren angemeldet waren und insgesamt etwa 450 Gäste begrüßt werden konnten, wertete Irene Kaiser als „schönes und beeindruckendes Zeichen“.
„Unsere Gesellschaft wird älter. Das ist eine Herausforderung, aber vor allem auch eine Bereicherung“, betonte die Ortsvorsteherin. Viele ältere Menschen engagierten sich weiterhin ehrenamtlich, seien in Vereinen, Sportvereinen oder Chören aktiv und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig dürften auch Einschränkungen, Beschwerden und Einsamkeit im Alter nicht aus dem Blick geraten. Diese Menschen bräuchten Aufmerksamkeit, Unterstützung und verlässliche Angebote.
St. Ingbert verfüge über ein breites Netz an Hilfs- und Unterstützungsangeboten, unter anderem durch Caritas, Malteser, Deutsches Rotes Kreuz und Lebenshilfe. Auch das Projekt „Gemeinsam – von Senioren für Senioren“, eine Kooperation von AWO, Seniorenbeirat und Stadt, biete mit Ausflügen, Veranstaltungen, Mobilitätstraining, Vorträgen und Angeboten zur gesunden Ernährung wertvolle Möglichkeiten der Teilhabe. Besonders hob Kaiser den gemeinsamen Mittagstisch hervor, der inzwischen in allen Stadtteilen sehr gut angenommen werde und eine gute Gelegenheit biete, Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Projekte für mehr Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität
Auch konkrete Projekte des Ortsrates für mehr Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität stellte Irene Kaiser vor. Dazu zählen unter anderem die Ausweisung weiterer Behindertenparkplätze, eine bessere Ausleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen sowie eine zusätzliche Doppelleuchte am Schmelzerparkplatz direkt vor den Behindertenparkplätzen. In der Gustav-Clauss-Anlage entsteht ein barrierefrei zugänglicher Calisthenics-Park mit Fitnessgeräten für alle Altersgruppen, ergänzt durch eine Tischtennisplatte und eine Sitzgruppe. Im Elsterstein-Park wurden 14 neue Ruhebänke aufgestellt, die Beschilderung des Baumlehrpfades erneuert und ein Pavillon in Anlehnung an den historischen Krämerschen Pavillon geschaffen. Auch die Instandsetzung des Hubertusbrunnens durch die Alterswehr der Feuerwehr wurde als positives Beispiel bürgerschaftlichen Engagements genannt.
„Seniorinnen und Senioren sind ein echter Schatz für unsere Stadt“, so Kaiser. Ihre Erfahrungen, ihr Wissen sowie ihre Lebens- und Arbeitsleistung seien von unschätzbarem Wert für das soziale Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in St. Ingbert.
Zahlreiche Seniorinnen und Senioren wurden an dem Nachmittag mit kleinen Präsenten geehrt. Die drei ältesten Frauen im Saal waren Erna Mrosk (100 Jahre), Lieselotte Hanz (98 Jahre) und Johanna Schwinn (98 Jahre). Bei den ältesten Männern erhielten jeweils Erich Schmitt (98 Jahre), Hans Günther Hanus (95 Jahre) sowie Antonius Flätchen (93 Jahre) ein Geschenk. Manfred und Wilhelmine Kelleter (92 und 86 Jahre) durften sich als das älteste anwesende Ehepaar über eine Biosphären-Kiste und Blumen freuen.
Der Ortsrat hatte für den Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben musikalischen und tänzerischen Einlagen war der Vortrag von Daniel Roschy ein voller Erfolg und ein „Glücksgriff für die Mundart”, hatte er doch gerne den Part von Manfred Kelleter übernommen. Dieser saß jetzt gemütlich unter den Gästen und freute sich über den gelungenen Beitrag seines Nachfolgers. Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Hasseler Kuckuckschores unter der Leitung von Hansi Spengler. Ihnen gelang es, dass nahezu alle Seniorinnen und Senioren im Saal in ihre Lieder mit einstimmten und voll Freude „La Montanara” mitsangen.
Bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen bot der Seniorentag die perfekte Gelegenheit für Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Stunden.








