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Kanalsanierung in der Seyenrechstraße und Rentamtstraße – Verkehrsbehinderungen ab Februar

Die Rundschau St. Ingbert

Die Stadt St. Ingbert investiert fortlaufend in die Infrastruktur. Ab Mitte Februar erneuert und saniert der Abwasserbetrieb der Stadt St. Ingbert (EBA) das Kanalsystem in der Seyenrechstraße sowie in der Rentamtstraße. Die umfangreichen Arbeiten werden – abhängig von der Witterung – voraussichtlich bis mindestens Ende des Jahres, teilweise bis Anfang kommenden Jahres, andauern. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Zum Auftakt der Maßnahme wird die Seyenstraße an der Kreuzung zur Seyenrechstraße ab Montag, 2. Februar 2026, für voraussichtlich zwei Wochen voll gesperrt. In diesem Zeitraum wird der neue Kanalanschluss der Seyenrechstraße hergestellt. Anschließend kann der Verkehr zwischen Pfarrgasse und Albert-Weisgerber-Allee wieder freigegeben werden.

Im weiteren Verlauf ist die Seyenrechstraße bis voraussichtlich zu den Sommerferien voll gesperrt. Im Anschluss daran kommt es abschnittsweise zu temporären Vollsperrungen der Rentamtstraße. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet. Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende müssen während der gesamten Bauzeit mit Einschränkungen rechnen.

Die Sanierung erfolgt mit drei unterschiedlichen Bauverfahren, die an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst sind:

  • In der Seyenrechstraße werden rund 150 Meter Kanal in offener Bauweise erneuert.
  • In der Rentamtstraße kommen auf einem ersten Abschnitt grabenlose Verfahren zum Einsatz. Auf etwa 50 Metern wird ein sogenanntes Lining- bzw. TIP-Verfahren (Tight-in-Pipe) angewendet, bei dem ein neues Rohr in das bestehende Rohr eingezogen wird. Dieses Verfahren ist aufgrund der Nähe zum Bahndamm zwingend erforderlich, um Beeinträchtigungen der Bahntrasse zu vermeiden.
  • Auf den letzten rund 250 Metern bis zum Finanzamt wird das Berstlining-Verfahren eingesetzt, bei dem das alte Rohr zerstört und gleichzeitig ein neues Rohr gleichen Durchmessers eingezogen wird – ebenfalls grabenlos.

Im mittleren Abschnitt der Rentamtstraße in Richtung Dr.-Wolfgang-Krämer-Straße wird erneut in offener Bauweise gearbeitet.

Ziel der Maßnahme ist eine nachhaltige Erneuerung des Kanalsystems sowie der Hausanschlüsse. Durch moderne Technik können künftig längere Kanalabschnitte mit weniger Schächten realisiert werden, was den Wartungsaufwand reduziert und die Betriebssicherheit erhöht.

Der Abwasserbetrieb der Stadt St. Ingbert betreibt insgesamt rund 250 Kilometer Kanalnetz mit etwa 12.000 Hausanschlüssen, die kontinuierlich instand gehalten und erneuert werden müssen.

Die Stadt St. Ingbert bittet alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis und Geduld für die mit der Baumaßnahme verbundenen Einschränkungen. Über die Sperrungen und Änderungen des Verkehrsfluss informiert die Stadtverwaltung separat.

Bild: Florian Jung

Frederik Hartmann

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