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Nachruf Rainer Henrich

Die Rundschau St. Ingbert

Die Stadt St. Ingbert trauert um Rainer Henrich, der am 4. Januar 2026, im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert St. Ingbert eine prägende Persönlichkeit des kommunalpolitischen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens.

Rainer Henrich war über drei Jahrzehnte – vom 20. Mai 1974 bis zum 2. Juli 2004 – Mitglied des Stadtrates der Stadt St. Ingbert. In dieser Zeit brachte er sich mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein in zahlreiche Ausschüsse ein, darunter unter anderem in den Bereichen Bau, Kultur, Jugend, Soziales, Umwelt, Verkehr sowie Schulen und Sport. Von 1980 bis 1984 war er Fraktionsvorsitzender der CDU, anschließend über viele Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Darüber hinaus übernahm Rainer Henrich bedeutende Leitungsfunktionen in der Stadt: Von Juli 1984 bis Dezember 1985 war er ehrenamtlicher Bürgermeister sowie Erster ehrenamtlicher Beigeordneter mit Zuständigkeit für Soziales, Jugend und Gesundheit. In den Jahren 1989 bis 1994 wirkte er als Zweiter ehrenamtlicher Beigeordneter mit dem Schwerpunkt Soziales.

Auch auf Ortsebene hinterließ Rainer Henrich bleibende Spuren. Von 1989 bis 2004 gehörte er dem Ortsrat St. Ingbert-Mitte an. Von 1999 bis 2004 war er Ortsvorsteher. Über viele Jahre hinweg setzte er sich mit großem Einsatz für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Innenstadt ein und war für viele Bürgerinnen und Bürger ein verlässlicher Ansprechpartner.

Zudem war Rainer Henrich von 1974 bis 2004 Schulleiter der Grundschule Rischbachschule in St. Ingbert.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer würdigt den Verstorbenen mit bewegten Worten:

„Rainer Henrich hat für die Stadt St. Ingbert gelebt. Er hat unsere Stadt über Jahrzehnte hinweg mitgestaltet und geprägt– mit großem Pflichtbewusstsein, Menschlichkeit und einem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement. Er war ein Kommunalpolitiker, der stets das Wohl der Menschen im Blick hatte. St. Ingbert verliert mit ihm eine herausragende Persönlichkeit. Sein Rat war für mich persönlich immer sehr wichtig.“

Auch Ortsvorsteherin Irene Kaiser zeigt sich tief betroffen:

„Rainer Henrich hat St. Ingbert über viele Jahre geprägt. Sein Einsatz für Kultur, Traditionen und das gesellschaftliche Miteinander ging weit über das Übliche hinaus. Er war Vorbild, Ratgeber und Brückenbauer. Für mich persönlich war Rainer Henrich ein großes Vorbild. 2018 habe ich von ihm, unserem Maibaumvater,  die  Gesamtorganisation beim Aufstellen unseres Maibaums übernommen. Dabei konnte ich stets auf seine Erfahrung und Unterstützung zählen. Ich habe viel von ihm gelernt.“

Neben seinem politischen Wirken engagierte sich Rainer Henrich in besonderem Maße im Vereinsleben. Er war langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins sowie der Vereine Frohsinn und Gemütlichkeit. Über 40 Jahre lang organisierte er den Faasenachtsumzug in St. Ingbert, eine der größten und beliebtesten Veranstaltungen der Stadt. Zudem war er Mitinitiator der Städtepartnerschaften mit St. Herblain und Radebeul. Dieses Engagement machte ihn weit über Partei- und Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer: “Die Stadt St. Ingbert wird Rainer Henrich ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.”

Bild: G. Faragone

Frederik Hartmann

Die Rundschau St. Ingbert