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Literaturform startet engagiert in den Herbst

Die Rundschau St. Ingbert

Nach seiner Sommerpause startet das St. Ingberter Literaturforum (ILF) mit drei
Veranstaltungen in den Leseherbst und die nun beginnende dunkle Jahreszeit, in der sich
viele gerne verstärkt wieder den Büchern zuwenden.
Den Auftakt bildet am Donnerstag, dem 10. September 2026, die Vorstellung des im St.
Ingberter Conteverlag erschienenen reich bebilderten Bandes “Die Inszenierung des Nation

Der Deutsch-Französische Krieg in den Saarbrücker Monumentalgemälden Anton von
Werners”. Die Herausgeber Simon Matzerath und Jessica Siebeneich bewegen sich bei
ihrer Präsentation im Spannungsfeld von nationalistischer Erinnerungskultur,
Geschichtspolitik und Völkerverständigung.
Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, ist der Düsseldorfer Historiker und Journalist
Ferdinand Knauß zu Gast in der Stadtbücherei. Er stellt seinen Titel “Der gelähmte Westen –
Chronik einer Selbstaufgabe” vor. Der Essayband rückt neben äußeren Einflüssen
besonders auch innere Faktoren in den Fokus und versteht sich als Plädoyer für die
Bewahrung unserer liberalen demokratischen Gesellschaftsordnung.
Eine literarische Soiree zu Hermann Hesse erwartet das interessierte Lesepublikum am 4.
November 2026. Die beiden Pfälzer Literaturkenner Thomas Kuhn und Stefan
Schwarzmüller werden veranschaulichen, warum der von Hesse gezeichnete innere Weg
des modernen Menschen zu wahrer Selbstverwirklichung und seelischem Frieden nicht an
Aktualität verloren hat. Bei ihren Auftritten wird gespielt, gelesen, interagiert und reflektiert,
so dass der Wirkung großer Texte optimal Ausdruck verliehen werden kann.
Der Eintritt zu den genannten Lesungen ist frei. Die Stadtbücherei bittet zwecks
Platzreservierung um vorherige Anmeldung unter Telefon 06894-9225 711 oder
stadtbuecherei@st-ingbert.de.

Foto: J. Bost

Frederik Hartmann

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