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Viel Glück für Boris Nicolai bei den Paralympics!

Die Rundschau St. Ingbert

Der St. Ingberter Boris Nicolai, erster und einziger Para-Boccia-Spieler bei den Paralymics, fliegt am 14. August nach Tokio, um Deutschland in seiner Disziplin bei den Spielen zu vertreten.

„Wegen der 7 Stunden Zeitverschiebung und des sehr feuchten Klimas in Japan gehen wir nach der Ankunft noch für eine Woche in ein Trainingslager, um uns zu akklimatisieren. Danach ziehen wir ins paralympische Dorf ein und am 24. August ist die Eröffnungsfeier. Am Samstag, dem 28. August um 2.30 Uhr nachts deutscher Zeit startet der Wettkampf“, erzählt Nicolai, auch Behindertenbeauftragter bei der Stadt St. Ingbert, voller Vorfreude.

Para-Boccia und der Weg zu den Paralympics

Para-Boccia wird in der Halle auf einem speziellen Boden gespielt. Die Regeln sind ähnlich wie beim Boule-Spiel, aber gespielt wird mit einem Lederball. Da der sich auf dem Spezialboden ganz anders verhält als die Boule-Kugel, ist allerhöchste Präzision erforderlich. Um die zu erreichen, trainiert Nicolai viermal die Woche für 2 bis 3 Stunden und zusätzlich am Wochenende etwa 6 Stunden in einer Halle in Völkingen, die die Voraussetzungen erfüllt. Und seine Disziplin hatte bereits Erfolg: 2018 belegte er bei der WM den dritten und 2019 bei der EM den 2. Platz. Als 2. Der Weltrangliste ist hat er sich für die Spiele qualifiziert. „Am Ende ist, wie bei jeder Ballsportart, aber auch ein bisschen Glück nötig. Auf jeden Fall werde ich alles geben!“, kommentiert der Sportler seine Teilnahme an den Spielen.

Besondere Spiele in einer besonderen Zeit

„Die Paralympics sind ein ganz besonderes Erlebnis und unter den Corona-Einschränkungen wird das schon ein außergewöhnlicher Wettkampf“, erzählt der Sportler. Tatsächlich konnten die Para-Boccia-Spieler seit Ende 2019 aufgrund der Pandemie keinen Wettkampf mehr absolvieren – aber so ging es ja auch der Konkurrenz in Tokio. „Ich bin guter Dinge und freue mich einfach auf alles, was kommt“, strahlt Boris Nicolai. „Auch auf die Atmosphäre im paralympischen Dorf bin ich gespannt. Insgesamt sind 134 deutsche Athleten in Tokio vertreten.“ Ihnen allen und vor allem Boris Nicolai wünschen wir viel Spaß, spannende Erlebnisse, viel Erfolg und eine gesunde und sichere Reise!

Diese Wünsche überbringt auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, der Boris Nicolai offiziell am Rathaus zu den Spielen verabschiedet. „Wir sind stolz, dass Sie St. Ingbert in Tokio vertreten und wünschen Ihnen viel Erfolg. Aber das olympische Motto lautet: „Dabeisein ist alles“, und deshalb freuen wir uns schon, wenn wir sie wieder gesund zuhause begrüßen können. Eine Medaille ist Ihnen bei uns auf jeden Fall sicher“, bekräftigt der OB.

Fotos: Martina Panzer

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