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Theater Überzwerg besucht die Kita Luitpoldschule

Die Rundschau St. Ingbert

Stille! Die Köpfe der 15 „Schulfüchse“ – so nennen sich die Vorschulkinder der Kita Luitpoldschule – drehten sich voller Erwartung der Türe zu. Dreimal hatten sie gerufen. Erst verhalten, dann lauter, zuletzt unüberhörbar begleitet von Klatschen und Trampeln. „Wanja, Wanja, Wanjaaa!!!“ Doch der Vorlesepate jopebe war ängstlich. Erst als die Kinder mit ihm eine Kette bildeten und fest seine Hand drückten, wagte er, die Klinke niederzudrücken. Und in der Tür stand „Er“: Wanja! Die große „Saxofon Pfeife“ im Mund, das Hütchen auf dem Kopf, die Filzpantoffel an den Füßen … staunend standen die Kinder mit offenen Mündern und strahlenden Augen da.

Doch zurück zum Anfang. Nach dem Besuch des Stückes „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ im Theater Überzwerg zur Winterzeit folgte ein Workshop in der „Modernen Galerie“ in Saarbrücken. Hier wurde mit den Formen Dreieck, Kreis, Quadrat und Rechteck kreativ gearbeitet. Nun hat das Team von jopebe zusammen mit den Erzieherinnen Larissa und Giulia diese beiden Formate zusammengeführt. Anstelle von Bär, Fuchs und Hase machten sich nun die vier Formen auf den Weg zu Wanja. Die Kinder entwickelten eine Reisegeschichte, in der Hindernisse wie ein Sumpf, ein See, eine Straße mit Schlaglöchern sowie eine schmale Schlucht mit gegenseitiger, phantasievoller Hilfe überwunden werden mussten. Dokumentiert wurde diese Reise in Zeichnungen auf einer Schultafel mit echter Kreide. Zum Ende der Kita-Zeit soll als kleines Andenken ein Büchlein mit diesen Zeichnungen und Begleittexten hergestellt werden.

Schließlich wollten die Schulfüchse nun doch wissen, was ihre vier Freunde noch auf dem verbleibenden Weg erwartete. Also, einfach Wanja fragen! Es entwickelte sich ein sehr lebendiges Frage- und Antwortspiel. Der Weg zu seinem im Wald liegenden Haus, so Wanja (gespielt von Schauspieler Reinhold Rolser vom Theater Überzwerg), führe unter anderem auf einem schmalen Steg über einen drei Meter tiefen Bachlauf. Mutig folgten die Kinder Wanja im Gänsemarsch, bis jopebe rief: „Wanja, ich habe Angst“. Daraufhin Wanja: „Dann springen wir einfach ins kühle Nass. Es ist ja wirklich sehr heiß heute.“ Und dann machte es platsch und alle lagen plantschend und lachend auf dem Boden des Essraumes. So war die Stunde mit Wanja wie im Fluge vergangen.

Beim Abschied konnte sich Wanja den begeisterten Dankbarkeitsbekundungen der Kinder kaum entziehen. Im Flur tönte es noch lange nach: „Wanja war hier!!“

Foto: Giulia Becker

Frederik Hartmann

Die Rundschau St. Ingbert