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Ein Besuch bei maxg

Die Rundschau St. Ingbert

Am 4. September wurde die Ausstellung „angélique“ des Künstlers maxg in der Galerie Kunstraum DorisT eröffnet.

Kommt man die Treppe hinauf und betritt die Galerie DorisT, wird der langgestreckte, schmale Raum optisch immer weiter und großzügiger. Die weißgründigen Bilder von maxg nehmen das natürliche Tageslicht auf und fügen fast spielerische Elemente in wenigen starken Farben hinzu: Schwarz und Rot.

„Konkret-minimalistische Kunst“ – so bezeichnet maxg seine Werke. Sie sind einfach, überschaubar und auf das sinnliche Erleben ausgelegt. Die schlichten Elemente seiner Bilder und die klaren schwarzen Skulpturen aus Lindenholz mit dem winzigen Markenzeichen (ein Quadrat) fügen sich ein in das natürlich Licht. Sie sind bescheiden, unprätentiös und gerade wegen ihrer Schlichtheit einfach schön.

Disziplin und Neugier treffen auf Kreativität

Ich treffe maxg wenige Tage nach der Vernissage zu seiner Ausstellung „angélique“ in der Galerie. Neue Ideen, so erzählt er mir, kommen ihm, weil er ständig Neues ausprobiert, Skizzen zeichnet, Modelle anfertigt, dann verwirft und wieder von Neuem beginnt. Seine Druckgrafiken auf Bütten und Leinwand entstehen im Hochdruckverfahren (Linoldruck) an Druckmaschinen zum Beispiel an der Kunsthochschule Trier und in Mannheim. Weil er dort nur ein- bis zweimal im Jahr arbeiten kann, müssen alle Drucke akribisch vorbereitet werden. Disziplin und leidenschaftliche Neugier treffen auf Kreativität.

„Die Vernissage war wirklich schön“, freut sich maxg, der an diesem Tag – er wollte es eigentlich gar nicht erzählen – auch seinen 80. Geburtstag feierte. Viele Gäste und Familienmitglieder waren von nah und fern angereist, darunter auch Kollegen von der „Amicale d’Artistes Lorrains“ aus Lothringen, mit der er als erstes deutsches Mitglied seit mehr als 30 Jahren einen sehr intensiven künstlerischen Austausch pflegt. Zwei seiner fünf Enkel und Enkelinnen sorgten für das „engelsgleiche“ musikalische Programm: Johanna, 12 Jahre, an der Harfe und Helena, 9 Jahre, am Cello. Sie spielten moderne Stücke, die das Minimalistische und Leichte der Bilder perfekt unterstrichen. „Ich war sehr gerührt“, erzählt maxg in der ihm eigenen Bescheidenheit.

Leicht und minimalistich sind die Werke von maxg.

Die Kunstszene in St. Ingbert

„maxg ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Künstler unserer Stadt“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer im Gespräch über seinen Besuch der Vernissage. Doch maxg ist auch weit über die Grenzen St. Ingberts und des Saarlands hinaus bekannt: Über seine Galerien sibylle nütt und art+form in Dresden ist er international auf Wettbewerben, Kunstmessen und Ausstellungen zum Beispiel in Paris, Bulgarien und China vertreten.

Die Ausstellung „angélique“ kann vom 4. September bis 3. Oktober in der Galerie Kunstraum DorisT, Kaiserstr. 29 (über der Café-Stube), 66386 St. Ingbert kostenlos besucht werden. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 8.00 bis 18.00 Uhr, samstags und sonntags 9.00 bis 15.00, Künstlerpräsenz: samstags 10.00 bis 13.00 Uhr

Fotos: Martina Panzer

BU Titelbild: maxg in seiner Ausstellung „angélique“

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